Antalya
Antalya ist buchstäblich das Haupteinfallstor der Teutonen. Die meisten der deutschen Urlauber fliegen Antalya an und lassen sich von ihrer Reiseleitung per Bus in ihr Hotel in den Vororten der Stadt oder in einen der kleinen Badeorte im weiteren Umkreis fahren. Aber warum eigentlich Antalya verlassen?
Die Stadt, die so malerisch zwischen Gebirge und Mittelmeer liegt, wurde bereits im zweiten vorchristlichen Jahrhundert gegründet und beherbergte schon immer einen der wichtigsten Häfen der Gegend. Zwischenzeitlich herrschten hier sogar die legendären Templer, ab dem 14. Jahrhundert stand die Stadt jedoch unter osmanischer Herrschaft. Ein Überbleibsel der Seldschuken-Herrschaft ist beispielsweise das Wahrzeichen der Stadt, das Minarett der Yivli-Minare-Moschee aus dem 13. Jahrhundert. Auch der nahe gelegene Uhrturm ist typisch für das Stadtbild von Antalya. Die bei westlichen Touristen wohl bekannteste Sehenswürdigkeit ist jedoch das Hadrianstor, das bereits im 2. Jahrhundert zu Ehren von Hadrian erbaut wurde. Obwohl es ein Stadttor war, hat es bis heute eher den Charakter eines Triumphbogens. Vor den Resten der alten Stadtmauer befindet sich heute ein kleiner Park, in dem sich gut entspannen und Tee trinken lässt. Apropos Tee: den kann man auch sehr gut in einem der kleinen Restaurant oberhalb des Hafens mit Blick auf die Bucht genießen.
Wer Antalya richtig kennen lernen möchte, quartiert sich am besten in einem der kleinen Boutiquehotels in der Kaleiçi ein. Diese Hotels waren früher in der Regel typisch osmanische Häuser reicher Kaufleute und sind heutzutage modern und sehr komfortabel ausgestattet. Viele der alten Häuser stehen unter Denkmalschutz und mussten mit besonderer Vorsicht renoviert werden, so dass man heute noch einen relativ authentischen Eindruck davon bekommen kann, wie solch ein Haus noch vor ein paar Jahrhunderten aussah. Wer einige Tage Zeit hat, sollte auch durch die Kaleiçi, die Altstadt, mit ihren verwinkelten alten Gassen und den schönen alten Häusern spazieren. Ein Spaziergang oder ein Abendessen am Hafen beenden jeden Urlaubstag auf sehr angenehme Weise. Wer auch etwas von der Umgebung Antalyas sehen möchte, kann sich problemlos ein Auto mieten, einen Taxifahrer zum Festpreis anheuern oder sich auf das Abenteuer Dolmus einlassen. Sehenswert sind beispielsweise die Wasserfälle in und um Antalya und die Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Perge. Dank des Flughafens und eines großen Busbahnhofs etwas außerhalb von Antalya kann man relativ unproblematisch andere Teile des Landes bereisen.
