Allgemeine Reiseinformationen II

In der Türkei traten in der Vergangenheit einige Fälle von menschliche Erkrankungen und Todesfälle durch die Vogelgrippe auf. Ebenfalls von Tier auf Mensch, aber auch von Mensch zu Mensch übertragbar ist das Krim-Kongo, ein hämorrhagisches Fieber (CCHF). 2007 wurden bis Mai 7 Todesfälle und 133 Erkrankungen registriert. Der Erreger ist in der Türkei endemisch. Die Erkrankung kann sowohl sporadisch, als auch in lokalen Häufungen auftreten. Seit 2002 ist diese Erkrankung in der Türkei bekannt. Es erkranken vorwiegend Menschen, welche mit Tieren arbeiten, bzw. mit diesen auf engem Raum leben. Touristen sind also weniger gefährdet an Krim-Kongo zu erkranken.

Allgemein wird für Reisen in die Türkei zu einem Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A geraten. Wenn man einen Langzeitaufenthalt von über 4 Wochen plan, oder aber eine Exposition machen möchte, sollte man auch auf eine Impfung gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus nicht verzichten.

Malariafälle gibt es in der Türkei zwar auch, aber die größten Teile der Türkei sind malariafrei, insbesondere die touristischen Zentren im Westen und im Süden des Landes. Ein mittleres Risiko besteht hingegen in Südost-Anatolien - im Grenzgebiet zu Syrien und dem Irak, insbesondere durch die Staudammbauten in der Harin- und Ceylanpinar Ebene. In der Tiefenebene von Adana hingegen besteht nur ein geringes Risiko. Dabei ist es auch so, das ausschließlich die weniger gefährliche Malaria tertiana (Plasmodium vivax) vorkommt. Vorsicht: Eine Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem eigentlichen Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten der bekannten Symptome sollte man den behandelten Arzt sofort auf den schon länger zurückliegenden Aufenthalt in einem Malariagebiet aufmerksam machen.

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