Izmit

In der Antike war Izmit bekannt als Nikomedia. Izmit liegt direkt am Marmarameer, umgeben wird die Stadt dabei von hohen Bergen. Rund 200.000 Einwohner beherbergt die Stadt, die Verwaltungszentrum der Provinz Kocaeli ist, in der insgesamt rund 1,2 Millionen Menschen leben. Izmit ist ein wichtiges türkisches Handelszentrum.

Nikomedia wurde im Jahr 264 v. Chr. durch den bithynischen König Nikomedes I. gegründet und zur Hauptstadt seines Reiches gemacht. Testamentarisch ging die Stadt später an das Römische Reich. Nikomedia und seine nähere Umgebung waren in den Folgejahrhunderten oftmals Schauplatz von historischen Ereignissen, zum Beispiel beginn in der Nähe von Nikomedia - in Gebze - Hannibal Selbstmord. Um das Jahr 284 n. Chr. wurde Nikomedia zur Residenz ausgebaut - unter Kaiser Diokletian. In Nikomedia wurde am 30. April 311 das Toleranzedikt durch Kaiser Galerius publiziert. Dieses machte das Christentum zur erlaubten Religion. Im Jahr 337 verstarb in einem Vorort von Nikomedia, in Achyron(a), Flavius Valerius Constantinus, auch bekannt als Konstantin der Große oder Konstantin I. 1075 fiel Nikomedia an die Rum-Sedlschuken. 1338 wurde es vom Osmanischen Reich einverleibt.

Eine Verschiebung der Anatolischen Mikroplatte, die zwischen der Europäischen und der Asiatischen Kontinentalplatte klemmt, war ursächlich für ein Erdbeben, dessen Epizentrum am 17. August 1999 in Izmit lag. Rund 18.000 Menschen starben an diesem Tag in Izmit.

Der bekannte Uhrenturm von Izmit, einer der Sehenswürdigkeiten, überstand das Erdbeben. Dieser beherbergt seit 1967 ein Museum mit zahlreichen Reliquien aus hellenistischer, römischer und byzantinischer Zeit. Darunter Grabsteine, Kleidungen, Statuen und Büsten, sowie Schriften und auch Abdülaziz' persönliche Gegenstände. Auf einem Hügel nördlich von Izmit befindet sich ein Kastell, das ?zmit Kalesi.

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