Bingöl

Bingöl hießt bis 1950 noch Çabakçur. Bingöl ist Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz Bingöl, die in Ostanatolien liegt. Die Stadt hat rund 68.800 Einwohner und ist von Bergen umgeben. Die Stadt, die auch Çewlik oder Çolig einmal hieß, kann auf eine lange Stadtgeschichte zurückblicken. In der gesamten Provinz leben rund 250.000 Menschen, wobei die Bevölkerung sich fast nur aus Kurden zusammensetzt. Es leben in Bingöl aber auch einige ethnische Minderheiten, wie Zazas und Tscherkessen, sowie Sunniten und Lasen.

Wie jede andere türkische Provinz, so kam auch Bingöl unter die Herrschaft von verschieden Reichen. Im 1. Weltkrieg wurde Bingöl von den russischen Truppen besetzt, danach lag es im Bereich der kurdischen Aufstände. Und auch ansonsten geht es nicht gerade ruhig in Bingöl zu, denn die Provinz liegt in einem Erdbebengebiet, wobei sich das letzte größere Beben im Jahr 2003 ereignete - 6,4 au der Richterskala und der Tod von rund 100 Menschen gab es dabei.

Die Stadt musste in ihrer im Jahr 1881 beginnenden Geschichte also schon so manches erleben. Entstanden ist die Stadt dabei durch die Gründung des Vilayet Bitlis und die Angliederung der Kreise Çabakçur und Genç. Im Jahr 1936 wurde Bingöl eigenständige Provinz, trägt als Provinz aber erst seit 1945 offiziell den Namen Bingöl.

Die Provinz hat eine Größe von 8.250 km². Der höchste Berg ist der Bingöl-Berg, der 3.200 m hoch ist. In Bingöl gibt es darüber hinaus auch noch die Berge Karir mit 2.373 m, ?eytan mit 2.906 m und Çavre? mit 2.246 m, sowie Serçelîk mit einer Höhe von 2.900 m.

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