Die türkische Bevölkerung
Gegründet wurde die Republik Türkei im Jahr 1923. Unter Mustafa Kemal hat sich sehr viel gewandelt. So wurde beschlossen, dass jeder Türkei auch einen Nachnamen haben sollte. Der Staatschef Mustafa Kemal selbst erhielt durch das Parlament im Jahr 1934 den Namen "Atatürk" - "Vater der Türken" verliehen.
Nach der Gründung der Republik Türkei im Jahr 1923 wuchs die Bevölkerung rasant. 1927 lebten in der Türkei rund 14 Millionen Menschen. 2003 waren es dann schon knapp 70 Millionen, jedoch hat sich das Bevölkerungswachstum in den letzten Jahren auch in der Türkei etwas verlangsamt. Als Grund hierfür wird vermutet, dass die weitere Öffnung nach Westen auch zu einem Umdenken im Bezug auf das Kinderkriegen geführt hat. Ein weiterer wesentlicher Punkt dürfte die wachsende Angst um die Zukunft durch die zunehmende Terrorbedrohung sein, die am 11. September 2001 mit dem Tod von rund 3000 Menschen in New York City bei dem Anschlägen auf das World Trade Center und dem Anschlag auf das Pentagon ihren Höhepunkt erreichte. Auch auf dem Boden der Türkei wurden einige Attentate verübt.
Eine Rolle bei der Bevölkerungsentwicklung dürfte aber auch spielen, dass die Türkei gleichzeitig ein Auswanderungs- und Einwanderungsland ist, denn während aus dem Nahen Osten, dem Balkan und auch aus dem Iran, Griechenland und auch aus Zentralasien Aussiedler ins Land kamen, strömen immer noch zahlreiche Türken in den Westen, zum Beispiel um ihren unter Umständen bereits schon seit Jahrzehnten in den europäischen Ländern, insbesondere in Deutschland, lebenden Familienvätern zu folgen.
Durch die zahlreichen zugewanderten Nationalitäten ist die Türkei zahlreicher Minderheiten, wie Kurden, Juden, Assyrer, Jesiden, Zaza und auch Menschen mit katholisch orthodoxen Glaubens.
