Der Koran
Beim Koran handelt es sich um die Heilige Schrift des Islam. Gemäß dem Glauben der Muslime ist der Koran die wörtliche Öffenbarung des Propheten Muhammad - vermittelt durch den Erzengel Gabriel, also "Das Buch der Bücher" im Islam. Der Koran stellt für viel Muslime das unerschaffene Wort Gottes in der arabischen Sprache dar. Diesem ist Folge zu leisten.
Der Koran besteht aus 114 versehen Suren, die mit Namen versehen sind. 113 davon fangen mit Basmala - "Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen". Diese Formel wird dabei in Sure 27 Vers 30 wiederholt und erscheint insgesamt 114 Mal. Insgesamt hat der Koran dabei 6.236 Verse. Er ist darüber hinaus die Quelle des islamischen Gesetztes, der Schari'a.
Es gibt zwar auch eine türkische Übersetzung des Koran, jedoch werden die Sures während der religiösen Zeremonie und des Gebets in Arabisch gelesen. Für die Türken ist dies also eine Fremdsprache, in der diese religiösen Verrichtungen erfolgen. Die Teilnehmer sind nicht in der Lage den vorgelesenen Text zu verstehen. Es ist letztlich der Hoca, der Geistliche der Moschee, der dafür sorgt, dass die in Arabisch vorgelesenen Koranverse ins Türkisch übersetzt und so auch von der Gemeinde verstanden werden. Die Kanzeln, die Minber, in den Moscheen sind extra hierfür gedacht. Die Texte aus dem Koran selbst liest der Imam vor. Er predigt auch noch von anderen Dingen, zum Teil von sehr weltlichen Dingen, die aktuell die Gemeinde unter Umständen bewegt.
Für alle Muslime, die keine finanziellen Schulden, oder aber unter Umständen gesundheitliche Probleme haben, müssen einmal in ihrem Leben nach Mekka pilgern.
