Düzce
Düzce ist die Provinzhauptstadt der an der westlichen Schwarzmeerküste gelegenen türkischen Provinz Düzce. Sie liegt auf halber Strecke zwischen Istanbul und Ankara. Die Stadt wurde im 20. Jahrhundert insgesamt viermal durch eine Erdbeben zum Teil schwer beschädigt - 1944, 1957 und 1967 und zuletzt 1999. Das Beben am 12. November 1999 war dabei so heftig, dass die Stadt beinahe vollständig zerstört wurde. Düzce ist eine der jüngeren Provinzen der Türkei. Den Status einer Provinz erlangte sie dabei nach dem letzten Erdbeben. Zuvor gehörte sie zur Provinz Bolu.
Sehr stark vertreten ist das Waffenhandwerk als Wirtschafszweig. Hier wird heute auch die weltbekannte italienische Beretta hergestellt. Weitere wichtige Wirtschaftszweige für die Provinz sind die Landwirtschaft, aber auch der Tourismus, wobei die Region zahlreiche Naturschönheiten zu bieten hat. Einen schweren Rückschlag für die wirtschaftliche Entwicklung war das große Erdbeben von 1999. Damals starben 980 Menschen, mehr als 16.000 und fast 4.000 Ladengeschäfte und Gewerbebauten wurden beschädigt - was die Zerstörung von mehr als 80 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes und fast 90 Prozent der gesamten Gewerbeflächen bedeutete.
Mit staatlicher Hilfe wurden innerhalb von kurzer Zeit 7.800 Wohnungen geschaffen. Durch die Erklärung zur Provinzhauptstadt, die Erklärung zum Subventionsgebiet, sowie die Errichtung einer Universität wurde die Wohnungsnot in Düzce jedoch noch weiter verschärft, wobei der Bedarf an Wohnungen mittelfristig auf rund 40.000 geschätzt wird.
Im Jahr 2000 wurde eine Volkszählung in der Türkei durchgeführt. Für Düzce brachte diese eine Einwohnerzahl von rund 314.000 Menschen in der gesamten Provinz. Allein mehr als 20 Prozent leben dabei in Düzce selbst, ca. 30 Prozent in Kleinstädten, der Rest in Dörfern.
