Edirne

Im Schatten der Weltstadt Istanbul findet man nach kurzer Reise einen sehr sehenswerten Ort: die Stadt Edirne, reizvoll im Dreiländereck Bulgarien, Griechenland und Türkei gelegen. Die schon von den Römern besiedelte Stadt liegt etwa 220 Kilometer von Istanbul entfernt in der thrakischen Küstenebene.

Am bekanntesten ist Edirne aufgrund von Kirkpinar, den türkischen Nationalsport, das Ölringen. In einer extra dafür gebauten Arena am Rande der Stadt finden die wichtigsten Kämpfe des Landes statt. Dann schmieren sich gestandene Mannsbilder in Kispet, speziellen Lederhosen, gegenseitig mit Olivenöl ein, um sich nur Minuten später gegenseitig in den Dreck zu befördern. Wer diesem doch eher archaisch anmutenden Sport weniger abgewinnen kann, lässt sich vielleicht von den kulinarischen Spezialitäten der Stadt locken: Edirne ist bekannt für Rosenwasser und frittierte Hühnerleber, Mandelmarzipan und Köfte, mit Senf vermischten Traubensaft und weißen Käse.

Türkei

Abgesehen von Lebensmitteln und Sport weiß die Stadt auch durch ihre Brücken und Paläste, Moscheen und römischen Überreste zu verzaubern. Anziehungspunkt ist nicht nur der byzantinische Turm an den römischen Stadtmauern, auch die Karawanserei und das preisgekrönte "Türkische Museum für die Geschichte der Psychiatrie", die drei historischen Basare und die Ruinen des alten Sultanspalastes mit seinen Schlösschen sind wahre Touristenmagneten. In der Kaleiçi, der Altstadt, findet man die typisch osmanischen Holzhäuser, die liebevoll restauriert ein wunderbares Motiv abgeben. Klingt langweilig und nach Studienreise? Keine Sorge, Edirne ist eine sehr junge Stadt, die durch eine Vielzahl von Studenten nicht an Schwung verloren hat.

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