Meine Reise nach Istanbul
Zu Beginn der Reise bestanden bei mir noch die üblichen Vorurteile. Doch die Stadt sollte mich eines besseren belehren. Die auf zwei Kontinenten liegende Metropole platzt schon beinahe vor Vielfältigkeit. Besonders extrem ist der Verkehr am Morgen und am Abend. Dann merkt man wirklich, dass die Stadt am Bosporus eine Millionenmetropole ist. Besonders anziehend sind die Künstlerszene und die geschichtlich durchaus prägnante Vergangenheit. Teile davon sind auch heute immer noch zu besichtigen. Eindrucksvolle Zeitzeugen und orientalische Gerüche an jeder Ecke. Das und die Menschenmenge ist es, was Istanbul ausmacht. Etwas nervig ist die Musik an jeder Ecke. Was man am Anfang noch als interessant einstuft, wiederholt sich scheinbar an jeder Ecke.
Die Innenstadt
Mal ganz abgesehen von den zahlreichen Basaren, hat Istanbul auch noch mehr Aufregendes zu bieten. Schlendert man einmal durch die Stadt fallen einem etwas fern ab vom Zentrum halb zerstörte Holzhäuser auf. Ein Zeichen dafür, dass es Istanbul nicht zwingend und überall gut geht. Den Menschen jedoch ist die „Armut“ nicht anzumerken. Man kann nicht davon ausgehen, dass die Menschen hier Hunger leiden. Deutscher Standard jedoch wird hier in den meisten Fällen nicht erreicht. Besagte Holzhäuser wurden durch die zahlreichen Erdbeben in der Vergangenheit zerstört. Ein Schandfleck im Gegensatz zum historischen Zentrum. Aufgrund dieser Missstände drohte die UNESCO sogar damit, Istanbul von der Liste des Weltkulturerbes zu streichen. Besucht man jedoch einmal eine der vielen prachtvollen Moscheen, wird man sofort entschädigt. Die Architektur der alten Gebäude in der Innenstadt ist absolut beeindruckend.
Einkaufsmöglichkeiten
Einkaufen ist das große Stichwort in der Stadt der Gegensätze. Hier kann man shoppen bis zum Umfallen. Besonders der „Gran Basar“ im Zentrum eignet sich hervorragend zum Feilschen und Handeln. Wer hier etwas zeit und Geschick mitbringt, der kann zahlreiche Preise um über 50 Prozent drücken. Das Prinzip der Gegensätze existiert jedoch auch in der Einkaufswelt in Istanbul. Modernste Boutiquen liegen hier in direkte Nähe zum Billigwarenbasar. Doch auch handwerkliche Fähigkeiten können hier begutachtet werden. Die Teppichknüpferei ist seit ewiger Zeit ein traditionelles Handwerk. Hier kann man tausende von Teppichen in allen Formen und Farben erstehen. Besonders schön ist der Umrechnungskurs zum Euro. Der Kurs ist hier so günstig, dass das Einkaufen regelrecht Spaß macht.
Entertainment
Die Unterhaltungsindustrie in Istanbul versteht es, was es heißt die Menschen vom normalen Leben abzulenken. Hier gibt es derartig viele Möglichkeiten, dass man selber im ersten Moment nicht wusste was nun zuerst besichtigen, oder besuchen sollte. Ob nun Theater, Oper, oder Kino. In Istanbul gibt es einfach alles. Speziell das Kino ist auch für Touristen einen Besuch wert. Immerhin laufen hier auch Filme mit originalen englischen Untertiteln. Das wäre einmal eine tolle Variante um zwei Sprachen zu lernen. Englisch und Türkisch sind die Sprachen, welche man am häufigsten hört. Deutsch wird jedoch auch an vielen Ecken verstanden. Besonders beeindruckend ist die Bar- und Clubszene in der Stadt. Hierbei ist ein Pflichtbesuch im Cities im Stadtteil Etiler und die Dachterrasse des Pasha und es Hilton Hotels. Hier sind auch schöne und luxuriöse Hotels vorzufinden.
Sehenswürdigkeiten
Unbedingt sehenswert ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Hagia Sophia ist durch und durch beeindruckend. Eine unglaubliche Architektur steckt in diesem vor über 2500 Jahren erbauten Gebäude. Zur Zeit der Erbauer, also im byzantinischen Reich, diente das Gebäude als Dom. Heute ist das Bauwerk ein Museum. Zurzeit des osmanischen Reiches wurde die Hagia Sophia auch teilweise als Moschee verwendet. Der Topkapi Palast ist in jedem Fall ebenfalls einen Besuch wert. Das alte Herrschaftsgebäude der Osmanen verfügte über einen großen Harem, mehrere Schatzkammern und eine beeindruckende Bauweise, welche auch heute noch zu besichtigen ist. Eine herrliche Aussicht über die Stadt bekommt vom Galata-Turm aus. Der im 14. Jahrhundert errichtete Turm bietet eine Aussichtsplattform, sowie ein Restaurant.
Fazit
Zusammenfassend war diese Reise ein tolles Erlebnis. Unterschiedliche Menschen, Sprache und Gerüche an jeder Ecke. Die Kultur wirkt nicht fremd sonder eher interessant. Die unglaublichen Fresken und Wandmalereien an den zahlreichen Bauwerken aus frühen geschichtlichen Zeitaltern lassen einen vor Ehrfurcht erstarren. Man könnte Stunden zubringen, um diese zu betrachten. Die Bars und Tavernen an jeder Ecke laden zum gemütlichen Verweilen ein. Ein gelungener Urlaub. Nur die Hektik ist ungewohnt in Istanbul. Der Lebensstil ist einfach anders als in Deutschland. Hier verwendet man seine Energie eher zum Reden, als zum Arbeiten. So scheint es zumindest an vielen Stellen.
