Ein Tag in Side - Manavgat

Die Region Side ist eines der schönsten und romantischsten Ecken an der Türkischen Riviera. Die Gebäude sind alt, die Cafés klein und gemütlich und das Klima, keine Frage, einfach herrlich. Nicht nur ein entspannter Strandurlaub ist hier möglich sondern auch eine eigenständige Ausfahrt. Wenn man sich z.B. einen dort weit verbreiteten Jeep mietet. Diesen gibt es schon für wenig Geld und das Fahrvergnügen ist umso größer. Man kann sich den Wind durch die Haare wehen lassen und ein richtiges Offroad Gefühl entwickeln. Perfekte Reisezeit um die Gegend zu erkunden ist März bis Anf. Mai. Das Wetter ist warm, aber nicht zu heiß. Die Abende können durchaus noch sehr kühl werden, daher immer ein kleines Jäckchen dabei haben. Am besten beginnt man seinen Trip mit einem ausgedehnten Frühstück um Kraft für den Tag zu tanken. Der erste Halt sollte in jedem Fall früh an diesem Tag Aspendos sein, eine der berühmtesten antiken römischen Städte. Besonders das Amphitheater von Aspendos ist nach wie vor in einem guten Zustand. In den Sommermonaten finden dort regelmäßig Veranstaltungen statt wie Opern und Ballettstücke. Der Morgen eignet sich besonders für einen Besuch im Amphitheater da zu dieser Zeit noch keine Busse voll von Touristen gefahren werden. Man hat in Ruhe die Möglichkeit den Zauber dieser Ruine einzufangen und man kann sich lebhaft vorstellen wie die Menschen hier früher zusammen kamen. Wenn man Glück hat, erlebt man einen anderen mutigen Touristen der frei und fröhlich ein Liedchen schmettert, erst dann kann man sich richtig vorstellen wie eine Oper in dieser Kulisse wirken muss.

Nach dieser Station sind auf jedenfall die Wässerfälle von Manavgat nächste Station. Zu dieser Jahreszeit auch noch kein Touristenmagnet, man kann den Ort also auch am späten Vormittag noch genießen. Leider kostet alles hier einen kleinen Eintritt, aber das ist der kleine Obolus zum Erhalt der traumhaften Kulissen. Nach einem kleinen Spaziergang an den schattig und angenehm kühlen Wasserfällen, laden einige Cafés auf einen türkischen Tee oder Kaffe ein, der neue Kraft schöpfen lässt.

Nach einem kleinen Imbiss in den kleinen Bistros entlang der Strassen in und von Richtung Manavgat sollte man sich die Zeit nehmen ein wenig die Gegend, fahrend, zu erkundigen. Wer aufmerksam ist und es nicht eilig hat, kann am Straßenrand anhalten, frischen Thymian sammeln, Orangen pflücken oder ein paar gut duftende essbare Blüten sammeln.

Am frühen Nachmittag sollte es dann zur letzten Etappe des Tages gehen. Dem Staudamm Oymapinar. Hier bewährt sich ein Allrad Jeep. Über holprige Steinstrassen geht es einen langen, beschwerlichen Weg nach oben. Eine kleine zollartige Einheit kontrolliert kurz die durchfahrenden Wagen, stellt aber keine Verzögerung dar. Wenn man nun dem Weg nach oben folgt kann man ganz nach oben zum Staudamm fahren, ein unglaublich toller, farbenfroher Blick erschließt sich. Viele Felsen umgeben das türkisfarbene Wasser und lässt die Pflanzen leuchten. Wenn man den Pfad in dieselbe Richtung noch etwas weiter runter fährt, gelangt man zum Staudammsee. Dort gibt es ein kleines Restaurant, direkt am Ufer gelegen, unter kühlenden Bäumen. Dort kann man den tollen erlebnisreichen Tag in vollen Zügen und bei einem tollen Sonnenuntergang ausklingen lassen.