Türkei-Urlaub geht immer...

Ich war am Anfang zugegebener Maßen mehr als skeptisch, als ich mit meiner Freundin im Sommer 2000 das erste Mal in die Türkei reiste. Das ganze veränderte sich wenig zum Positiven, als wir nach unserer Landung in Antalya zu einem düster dreinschauenden Zollbeamten gelangten. Der Übergab uns einen Zettel mit dem Hinweis, dass wir diesen Zettel stets bei uns zu führen hätten und im Falle eines Verlusts nicht mehr ausreisen dürften.

Die ca. zweistündige Busfahrt zu unserem Urlaubsort Side verbrachten wir zunächst damit, die örtlichen Verkehrsbedingungen mit all ihren Gefahren ausführlich kennen zu lernen.

Dann ging es ins Hotel, einer vor Prunk strotzende Anlage, die ich mir so nicht vorgestellt hatte. Nachdem ich mich noch einmal beim Busfahrer versichert hatte, auch wirklich im richtigen Hotel abgesetzt worden zu sein, begab ich mich zur Rezeption und wurde überschwänglich empfangen. Die freundliche und offene Art gefiel mir sehr.

Für wenig Geld hatten wir damals ein 4* AI Hotel gebucht und verbrachten die erste Zeit damit, die Hotelanlage ausführlich zu erkunden und in den verstreuten Bars des Hotels je nach Lust und Laune soviel zu trinken, wie wir konnten.

Nach einem oder zwei Tagen intensiven Genusses der All-Inclusiv-Angebote beschlossen wir, die Region zu erkunden. Uns empfahl man, per „Dolmus“ zu reisen. Einem Kleinbus, den der hiesige TÜV nur müde belächeln würde. Dieser fährt alle paar Minuten in Richtung der größeren Städte und kann im Bedarfsfall per winken angehalten werden. Die Fahrt kostet so gut wie nichts und geht bis ins Stadtzentrum.

Die Stadt Side ist wunderschön direkt am Meer gelegen. Von dem „Dolmus“-Park führt eine Straße durch alte Ruinen auf ein ehemaliges Amphitheater zu. Es ist wohl die einzige Straße, die man nutzen kann und somit kaum zu verfehlen. Die Ruinen sind zum Teil mit Büschen und Gras bewachsen und für jeden Interessierten selbst zu erkunden. Das Amphitheater ist gegen geringes Entgelt zu besichtigen. Es ist etwas kleiner als das bekannte Kolosseum von Rom, jedoch auch deutlich besser erhalten. Hinter dem Theater geht eine Straße direkt zur Innenstadt Sides, die gefüllt von allerlei Geschäften und fliegenden Händlern ist.

Begibt man sich die Straße herunter zum Meer, kommt man linksseitig zu einem alten Tempel, von dem nur noch ein paar Säulen stehen. Insgesamt ist die Stadt unglaublich schön und in jedem Fall eine Reise wert.

In der Folgezeit erkundeten wir per Mietwagen das Kolosseum von Aspendos, die Wasserfälle von Manavgat und die Altstadt/Burg von Alanya. Alle Ausflüge waren sehr interessant und empfehlenswert.

Bis heute bin ich noch weitere vier Mal in der Region gewesen, da die Freundlichkeit der Menschen, das Klima und nicht zuletzt auch die Erschwinglichkeit mich immer wieder dort hinziehen.

Türkei-Urlaub geht halt immer…

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