Van (mit Vansee)
Neben dem höchsten Berg liegt auch der größte See der Türkei in Ostanatolien. Der Vansee ist sieben Mal so groß wie der Bodensee und 457 Meter tief. Unheimlich geht es am Vansee zu. Man munkelt, dass ein Ungeheuer im See leben würde, ganz ähnlich dem schottischen Seeungeheuer Nessie. Ein darauf angesetztes deutsches Forscherteam konnte bisher nichts finden, aber vielleicht ist das türkische Ungeheuer auch nur gut im Verstecken. Ganz real sind dagegen die Vankatzen: die unter Artenschutz stehenden Tiere sind in der freien Natur vom Aussterben bedroht und die einzigen Katzen der Welt, die freiwillig und gern schwimmen gehen.
Der Vansee entstand durch eine Blockierung des Abflusses durch den Vulkan Nemrut, der sich am Westufer des Sees befindet und ihn bis zu seiner heutigen Höhe aufstaute. Das stark alkalische Gewässer wird zur Gewinnung von Soda und Salzen genutzt. Der Vansee verfügt über einige Inseln, die gern als Naherholungsziel genutzt werden. Auf einer dieser Inseln, Akdamar, befindet sich die armenische "Kirche zum heiligen Kreuz", die vor allem aufgrund ihres Alters und ihrer reichen Reliefs für Interesse sorgte.
Die Stadt Van am Ostufer des Vansees ist ein Auffangbecken für kurdische Flüchtlinge aus der Region und zuweilen finden hier Auseinandersetzungen zwischen Kurden und türkischen Sicherheitskräften statt. Wen es trotz Warnungen der deutschen und türkischen Sicherheitsbehörden dorthin verschlägt, der dürfte vor allem von den dortigen Festungen und Festungsruinen fasziniert sein. In der Burg Van findet man noch Inschriften in Keilschrift.
